Morschel2008

✅ Vorteile in Spielen<br>✅ Keine Werbung<br>💝 Jetzt VIP werden! logo
✅ Vorteile in Spielen
✅ Keine Werbung
💝 Jetzt VIP werden!

Morschel2008

Meine Stadt Weißwasser


Einwohnerentwicklung


In den Anfangsjahren der DDR erfuhr die Stadt neben den Glasbetrieben auch durch das neu erbaute Kraftwerk Boxberg und kleinere Industriebetriebe einen Aufschwung, der zu einem stetigen Bevölkerungswachstum führte, so dass die Stadt Ende der 80er Jahre einen Höchststand von knapp 39.000 Einwohnern erreichte und damit dreimal so groß wie 30 Jahre zuvor war. Ab den 60er Jahren entstand daher südwestlich der ursprünglichen Stadtlage das Wohnviertel Weißwasser-Süd, das vorwiegend aus Plattenbauten besteht.

Nach der politischen Wende in der DDR mussten die meisten Glas- und Industriebetriebe schließen, weitere Betriebe mussten Arbeitsplätze abbauen, um im geänderten politischen System wirtschaftlich überleben zu können. Die hohe Arbeitslosenquote von über 20 % und die Stadtflucht entwickelten sich zu größeren Problemen – innerhalb der folgenden zwei Jahrzehnte hat sich die Einwohnerzahl fast halbiert, [3] großflächiger Wohnungsrückbau ist die Folge. Anders als viele andere Kreisstädte konnte Weißwasser zur teilweisen Kompensation des Bevölkerungsrückgangs keine Orte des Umlands eingemeinden.

Der Bevölkerungsrückgang zeigte seine Auswirkungen vor allem in Weißwasser-Süd. Während Anfang der 90er Jahre mit der Südpassage ein Einkaufszentrum inmitten eines Wohngebietes der Südstadt entstand, steht dieses rund 15 Jahre später nahezu am Rand der bebauten Stadtfläche.


Geschichte

Am 8. Juni 1552 wurde Weißwasser erstmalig im Besitzverzeichnis der Standesherrschaft Muskau erwähnt. [1] Die erste kartographische Erfassung Weißwassers datiert auf das Jahr 1593, als Weißwasser in einer Karte der Oberlausitz eingezeichnet wurde. Das ursprüngliche Dorf Weißwasser befand sich im westlichen Teil der heutigen Stadt, etwa an der August-Bebel-Straße. Dieser Bereich wird heute das „Alte Dorf“ genannt. 1817 kam der erste geprüfte Lehrer ins Dorf und 1860 wurde mit der Braunkohleförderung begonnen. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch die erste Ziegelei errichtet.

Durch die Berlin-Görlitzer Eisenbahn-Gesellschaft, die in den Jahren 1866/1867 die Bahnstrecke Berlin–Görlitz baute, erhielt Weißwasser einen Bahnhof. Dieser begünstigte zusammen mit den in der Umgebung vorkommenden Ton-, Quarzsand-, Holz- und Kohlevorkommen die weitere Ortsentwicklung, so dass Weißwasser im 19. und 20. Jahrhundert als Glasmacherort bekannt wurde. In der Gründerzeit entstanden in Weißwasser elf Glashütten, fünf Glasraffinerien, drei Ziegeleien sowie einige Kohlewerke. Diese Betriebe prägten nicht nur das Ortsbild und die Arbeiterschicht – etwa 75 % der Einwohner Weißwassers arbeiteten in der oder für die Glasindustrie –, sie sorgten auch für den Aufstieg Weißwassers zum europäischen Zentrum der Glasproduktion zur Jahrhundertwende.[2] Vom Fensterglas bis hin zum geschliffenen Kristallglas wurde das gesamte Produktspektrum abgedeckt. Große Bedeutung erlangte die Produktion von Glaskolben für Glühlampen (z. B. Osram).

Zur besseren Rohstofferschließung wurde 1897 eine Kleinbahnlinie durch Weißwasser gebaut. Schon vor der Eingemeindung des südöstlich gelegenen Dorfes Hermannsdorf (1903) war das Dorf Weißwasser größer als die nahegelegene Stadt Muskau. Am 28. August 1935 erhielt Weißwasser das Stadtrecht.

In den letzten Wochen des Zweiter Weltkrieg erreichte die Rote Armee Weißwasser. Die Zerstörung der Bahnbrücke durch deutsche Truppen stellte dabei nur ein kurzzeitiges Hindernis dar. Nach der Besetzung am 19. April 1945 waren etwa 40 % der Stadt zerstört. Fünf Monate später wurde die Glasproduktion wieder aufgenommen.

Zwei Jahre vor seiner Devastierung für den Tagebau Nochten wurde das Dorf Tzschelln 1977 nach Weißwasser eingemeindet.

Weißwasser war von 1952 bis 1994 Kreissitz des gleichnamigen Kreises Weißwasser. In der Debatte um den Kreissitz für den 1994 neu geschaffenen Niederschlesischen Oberlausitzkreis konnte sich die Stadt auf Grund ihrer Lage im Kreisgebiet nicht gegen Görlitz und Niesky durchsetzen. Seit dem 1. April 1997 hat Weißwasser den Status der Großen Kreisstadt.

Weißwasser war die Gastgeberstadt des Tages der Sachsen 2005 mit dem Slogan „Wer Weißwasser kennt, der weiß was er kennt!“


Neuste Einträge

Freunde (4)

Neuste Bilder